Aktuell steht GmbH für Mittelstand, für Vertrauen, Ernsthaftigkeit und Seriosität. Die doch in letzter Zeit häufiger werdenden Fälle der Insolvenzen und Missbräuche konnten dem Ruf der GmbH in der breiten Bevölkerung (noch) keinen nennenswerten Vertrauensverlust anhaben. Denn generell hat die GmbH ein gutes, hochwertiges Standing. Dabei sind die Sicherheiten der Vertragspartner nicht so sicher und umfangreich, wie viele glauben.
Die GmbH genießt in Deutschland per se einen guten bis sehr guten Ruf. Dies ist umso erstaunlicher, da praktisch die typische Haftungsbeschränkung schnell zu schlechter Bonität usw. führen kann. Dennoch gilt die Rechtsform auch als Synonym für den Mittelstand, für den Deutschland weltweit beneidet wird.
Die neue Variante der GmbH, die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft erfordert dieses Mindeststammkapital nun nicht. Daher war das Risiko für die GmbH durch diese neue Variante groß. Der Gesetzgeber war demzufolge so klug, diese Form auch gleich ganz anders zu benennen. Denn nur wenige Laien dürften wissen, dass es sich bei der Unternehmergesellschaft grundsätzlich um eine GmbH (mit Abstrichen) handelt.
Zudem gelangen viele Unternehmergesellschaften nicht über ein Stadium hinaus, das öffentlichkeitswirksam wird.
So spielen die zahlreich gegründeten Unternehmergesellschaften eigentlich kaum eine Rolle für das Image der GmbH.
Ein breites grundsätzliches Misstrauen der beteiligten Verkehrskreise scheint sich bislang nicht gebildet zu haben. Dennoch hängt es meist von einigen wenigen, dafür populären Einzelfällen ab, die das Vertrauen der Bevölkerung maßgeblich lenken. Sollte also in den Medien ein spektakulärer Fall mit negativem Licht auf das Image der GmbH auftauchen, dürfte sich das überproportional auswirken. Allerdings lehrt uns die Geschichte, dass die Menschen solche Umstände aber auch schnell wieder vergessen (wollen). Daher wird die GmbH weiter als starkes Signal für wirtschaftliche Potenz und Größe zumindest unterbewusst wahrgenommen werden.